Baugenossenschaft Waidmatt, Zürich-Affoltern

 

Wettbewerb 2016

 

mit Lauber Ingenieure AG, Luzern (Holzbau)

 

Wohnüberbauung mit ca. 280 Wohnungen, Gemeinschafts-, Gewerberäumen und Doppelkindergarten als Ersatz für die bestehenden, genossenschaftlichen Wohnbauten.

 

Das Gebiet um den Planungsperimeter ist geprägt durch vier wichtige Elemente: Den Hügel, ein eiszeitliches Drumlinfeld, zu dessen Fuss sich eine ausgedehnte Ebene erstreckt, den Käferberg im Süden, die offene Landschaft im Norden und die Wehntalerstrasse, eine städtische Verkehrsachse mit all ihren Vor- und Nachteilen. Zwischen diesen Gebieten erstreckt sich das mit viel Grünraum durchsetzte Quartier.

 

Das Projekt übernimmt die städtebaulichen Prämissen und entwickelt sie weiter:

An der Wehntalerstrasse wird ein markanter, städtebaulicher Akzent gesetzt und mit drei weiteren Baukörpern ergänzt zu einem blockrandartigen Ensemble. Nordöstlich davon erstreckt sich ein grosszügiger Platz mit städtischem Charakter. Hier ist das räumliche Zentrum der neuen Siedlung. Es vermittelt zwischen der Siedlung und der Stadt.

Die Wohnbauten nordöstlich der Quartierstrasse "Im Böden" setzen bewusst keinen städtebaulichen Akzent. Sie übernehmen die städtebauliche Textur des Quartiers und verstärken dadurch dessen Charakter und Identität:

Zwei Langhäuser fassen den zentralen Platz und zeichnen den Hügelfuss nach. Sechs Punkthäuser stricken die Struktur der BG Im Froheim weiter und Langhäuser an der Riedhaldenstrasse machen den Stadtrand durchlässig zur offenen Landschaft hin.

 

Die Siedlungsstruktur wird mit zwei Gebäudetypologien umgesetzt:

Das „Hofhaus“, bestehend aus vier Baukörpern um einen grosszügigen Wohnhof, der als Erschliessungs- und Kommunikationsraum dient. Eine dreiseitige Galerie mit Kaskadentreppen bietet Raum zum Verweilen und Kennenlernen. Nach oben hin löst sie sich auf und dient als Gerüst für Kletterpflanzen.

Die „Lang-“ und „Punkthäuser“ mit zentraler Erschliessung der drei resp. vier Wohnungen pro Geschoss. Durch eine kompakte Anordnung der Nasszellen um den Kern sind die Steigschächte reduziert und optimal angeordnet.

Beide Gebäudetypen enthalten Klein- und Grosswohnungen und ermöglichen eine gute Durchmischung.